Hallo Du Mensch!
hast Du Dir schon mal Gedanken zu Deinen Gedanken gemacht? ;)
Es ist schon oft gewöhnungsbedürftig zu der intellektuellsten & kreativsten Spezies zu gehören.
Unser menschlicher Verstand ist ein großer Geschichtenerzähler und er hört niemals auf damit.
Schön wäre es, wenn es eher positive & lustige Geschichten wählen würde. Schön, jedoch nicht realistisch.
Die Forschung zeigt, dass ca. 80 Prozent unserer Gedanken negativ sind. Drama & Horror sind aufgrund der Evolution das vom Gehirn priorisierte Genre.
Doch zum Problem wird es erst, wenn man dem eigenen Verstand Glauben schenkt.
Der Glaube an die Geschichten wie "Ich schaff es nicht.", "Ich bin fehlerhaft" oder an die "Oh Gott, nicht dass..." - Story führen nämlich zu der erschreckenden Statistik, dass jeder zweite Mensch bereits ernsthafte Selbstmordgedanken hegte. Jeder Zehnte hat aktiv versucht sich das Leben zu nehmen.*
Statistisch gesehen, hat einer von uns beiden also mit dem Selbstmordgedanken gespielt.
Okay, ich gebe zu. Ich tue es auch machmal. Wahrscheinlich, weil es so "verboten" ist.
Früher hatte ich totale Angst vor diesem Gedanken. Heute nicht mehr. Es wundert mich nicht einmal mehr, denn das Leben und der Tod liegen zu nah beieinander. Diese frei wählbare Option erinnert mich bloß immer wieder daran, wie wertvoll und schön das Leben doch ist.
Jedoch zurück zu unserem im Kopf integrierten STORYTELLER.
Das dramatische Kopfkino können wir also nicht für immer abschalten.
Was also tun?!
Wie können wir die erwünschte Freiheit im Kopf erreichen? Geht es wirklich?
Was hältst Du davon, wenn ab jetzt jeder negative Gedanke in Deinem Kopf wie eine Seifenblase von allein und zwar rückstandslos zerplatzen würde?
Wie?
Easy - durch Ausdehnung!
Und zwar, durch Ausdehnung von unerwünschten Gefühlen und Gedanken.
Ja - Du hörst richtig! Verdrängen hilft erfahrungsgemäß nicht!
Ich habe dazu eine Seifenblasen-Theorie aufgestellt:
Stell Dir vor, Du versuchst die größte Seifenblase zu pusten. Genauso solltest Du mit deinen negativen Gedanken und Gefühlen umgehen.
1) Werde diesen bewusst, wie z.B.: "Ich habe gerade einen Gedanken, der mir Angst macht."
2) Denke diesen Gedanken bis zum Ende, nach dem Motto "Was ist das Schlimmste, was tatsächlich passieren kann..."
3) Spürst Du zusätzlich ein unangenehmes Gefühl, so lokalisiere es in deinem Körper und gebe diesem Gefühl hingebungsvoll einen doppelt so großen Raum, als den, den es im Moment einnimmt.
Du wirst feststellen, die negativen Gedanken werden wie Seifenblasen wegfliegen & ziemlich schnell zerplatzen.
Denn unsere negativen Gedanken, welche die negativen Gefühle auslösen, sind bloß Worte.
Glaube nicht Deinem eigenen Verstand!
Beobachte ihn stattdessen wie ein neugieriger Wissenschaftler und bedanke Dich bei ihm mit einem Augenzwinkern, dass er programmgemäß funktioniert.
Und wenn Du Dich erneut vertieft in einer von deinen glaubwürdigen Horror-Geschichten erwischst, denk Dir doch im gleichen Zug "Ich bin eine Banane!".
Na, glaubst Du das auch?
Diese von Russ Harris* erfundene Taktik hilft mir immer aus der Gedankenspirale rauszukommen.
Kein Gedanke und kein Gefühl, so schmerzhaft oder angsteinflößend sie auch sein mögen, können Dir ab sofort was antun. Akzeptiere sie als etwas Vorübergehendes & dehne sie aus, bis sie zerplatzen.
Das ist Freiheit vom eigenen Verstand!
Die begehrte Leichtigkeit im Kopf existiert also!
Leider können wir sie nicht dauerhaft spüren, doch immer öfters, wenn wir üben.
Um Dich & mich daran zu erinnern, habe ich übrigens das Kunstwerk "LIGHTNESS" gemalt.